Weiter so! – Raymond Bulloni über seine Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Versteckte Armut Allschwil-Schönenbuch

Nach über 22 Jahren Mitarbeit in der ökumenischen Arbeitsgruppe «Versteckte Armut Allschwil-Schönenbuch» (VAAS) muss ich nun – aus gesundheitlichen Gründen – zurücktreten. Es war eine wertvolle Erfahrung für mich, Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleiten und unterstützen zu dürfen. Ganz besonders ans Herz gewachsen waren mir die Sans Papier und Obdachlosen. Durch die Mitarbeit in der VAAS habe ich „das andere“ Leben kennengelernt, das mir während meiner Arbeitsjahre fremd war.

Die Kriterien für die finanzielle Unterstützung durch die VAAS haben sich in all den Jahren bewährt:

– Unterstützung der EinwohnerInnen von Allschwil und Schönenbuch unabhängig von Konfession oder kulturellem Hintergrund

– Hilfe zu Selbsthilfe

– kein Bargeld, keine Darlehen, keine Schuldensanierungen

– enge Zusammenarbeit mit Behörden und weiteren Institutionen

Im Jahr 2021 darf die VAAS ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Grund zum Gratulieren. Wobei es ein noch grösserer Erfolg wäre, hätte sich die VAAS überlebt und würde es sie gar nicht mehr brauchen. Doch gerade in dieser Pandemiezeit – mit ihren wirtschaftlichen Folgen – bleibt die VAAS eine unverzichtbare Anlaufstelle für Hilfesuchende.

Ich bedanke mich bei den Gruppenmitgliedern für die bereichernde Zusammenarbeit, bei den Spendenden für Ihre treue finanzielle Unterstützung und bei den vielen Menschen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben und die ich begleiten durfte.

Allen wünsche ich viel Glück. Und der VAAS sage ich – weiter so!

Raymond Bulloni