Der Gospelchor Allschwil blickt auf zwei erfolgreiche Konzerte zurück.

Wie gut es doch tut, nach entbehrungsreicher Zeit wieder einmal ein Konzert live  geniessen zu können! Zwei Jahre ist es her, seit das Publikum zum letzten Mal in den Genuss eines Musikabends des Gospelchores Allschwil unter der Leitung von Petter Udland Johansen gekommen ist.

Voller Vorfreude durfte man gespannt sein, welches Repertoire der Chor in dieser Zeit einstudiert hatte. Man wurde nicht enttäuscht: Das Ergebnis konnte sich durchaus hören lassen!

Ein buntes Programm aus beschwingten Rhythmen und altbekannten Gospels, getragenen Melodien und jazzigen Einschüben erwartete die Zuhörerinnen und Zuhörer am 5. und 7. November 2021, und selbst Abstecher in die Pöpurid Folkmusik durften nicht fehlen.

Auch innerhalb der einzelnen Lieder wurde variiert und experimentiert: So begann „This Little Light of Mine“ etwa langsam, beinahe bluesartig, nach einem plötzlichen Stopp fuhr der Chor in rasantem Tempo fort. Bei „There is Power in the Blood“ sang der Sopran jeweils die Strophen, der Chor setzte beim Refrain ein, die einzelnen Stimmen ergänzten sich und sangen versetzt. Der Übergang von „Joshua Fit the Battle of Jericho“ zu „Daniel“ war ein nahtloser, was Spannung erzeugte und mitreissend war. Schliesslich
wurde „Twelve Gates to the City“ sogar a cappella gesungen.

Ansonsten begleiteten ein Klavier, ein Kontrabass und ein Schlagzeug den Chor durch den Abend – und alle drei Musiker durften ihr Können unter Beweis stellen: Thomas Schmid am Schlagzeug legte in · „lt Is Well“ eine Solonummer hin, Tobias Melcher begleitete zupfend am Kontrabass, Christian Gutfleisch verwöhnte das Publikum mit improvisierten „Come on Down“ und verspielten „Lead Me to the Rock“ Einlagen.

In diesem Jahr kamen die Solisten alle aus den eigenen Reihen. Mal mit kürzeren, mal mit längeren Einsätzen überzeugten sie die Hörerinnen und Hörer. Und auch der Dirigent begeisterte durch seinen Sologesang im melancholischen „Sometimes I Fee! Like a Motherless Child“.

Das Publikum jedenfalls genoss den Auftritt in vollen Zügen, schwelgte, mitunter mitsingend, bei den Zugaben, dem katalanischen „Boig per Tu“ und bei „Oh Happy Day“ und bedankte sich mit Bravo-Rufen und Standing  Ovations. Bleibt zu hoffen, dass nicht wieder so lange auf ein neues Konzert gewartet werden muss!

Andrea Haase
für den Gospelchor Allschwil