
Sonntag, 29. März 2026, 17. 30 Uhr, musikalischer-Gottesdienst – Palmsonntag
FEST DES ESELS – Der Esel ist in der Geschichte ein oft übersehenes, doch tief symbolisches Tier. Er steht für Bescheidenheit, Ausdauer und stille Stärke – und nimmt im christlichen Glauben eine besondere Rolle ein. Am Palmsonntag wird er zum Träger der Hoffnung: Jesus zieht auf einem jungen Esel in Jerusalem ein, begleitet vom Ruf der Menschen: Hosanna dem Sohn Davids.
Unser musikalischer Gottesdienst folgt diesem treuen Gefährten durch die Jahrhunderte. Mittelalterliche Hymnen und geistliche Lieder erinnern an den Esel an der Krippe, an der Seite von Maria und Josef, und an seine Präsenz in den Evangelien. Schon der Prophet Jesaja spricht von ihm:
„Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn.“
Diese Bilder haben die christliche Tradition bis heute geprägt. Volkslieder und geistliche Musik erzählen vom Esel als Begleiter auf dem Weg, als Symbol der Geduld und des Schutzes.
Neben der ernsten und spirituellen Dimension begegnet uns der Esel auch mit leiser Heiterkeit. Musik aus verschiedenen Epochen greift seinen Ruf auf, manchmal spielerisch, manchmal humorvoll – bis hin zu modernen Werken, in denen der Esel selbst eine Stimme erhält.
Am Ende dieses musikalischen Weges steht der Esel als Zeichen einer tiefen Wahrheit: Wahre Größe zeigt sich nicht in Macht, sondern in Demut und Hingabe. In Liedern aus unterschiedlichen Traditionen öffnet sich der Blick auf eine universelle Botschaft des Glaubens – getragen von einem stillen Helfer, der uns auf dem Weg begleitet.
Mitwirkende
Hirundo Maris
Arianna Savall, Sopran, gotische Harfe und barocke Tripelharfe,
Petter Udland Johansen, Tenor, Fidel, Barrockgeige und Cister
Ian Harrison, Cornetto mutuo, Flöten & Dudelsack
Marco Vitale, Orgel & Cembalo,
Miquel Angel Cordero, Bassfidel & Violone
Michael Metzler, Perkussion