Ausstellung  Im apokryphen Thomas-Evangelium lautet das kürzeste Wort Jesu: «Werdet Vorübergehende.» Wir sollen nicht an der Welt haften, sondern uns als vorübergehende Gäste auf der Erde begreifen. Häufig durchlaufen wir während unseres irdischen Daseins Schwellenphasen, bewegen uns in Zwischenräumen und finden uns in Stadien des nicht mehr und noch nicht wieder, in denen ein Weg hinter uns liegt, das Ziel jedoch noch nicht in Sicht ist.

Diese Schwellenhaftigkeit ist ein Proprium der Kunst: Sie ist vielleicht das einzige Medium, das diesem Interimszustand, der sich sprachlich kaum fassen lässt, eine Sprache zu verleihen vermag. Ein wunderbarer Anlass also, im vorübergehend halbleerstehenden Pfarrhaus an der Baslerstrasse 222 Kunst einziehen zu lassen, um den Zwischenräumen nachzuspüren, dem Vorübergehenden, das uns als Gesellschaft oder als Individuen beschäftigt.

Die Ausstellung mit Werken von Marcel Früh, Martin Gyger, Ingmar Kaeser, André Lehmann und Olivia Lehmann wird am Donnerstag, 16. April um 18 Uhr mit einer Vernissage eröffnet und ist danach bis am Sonntag, 26. April zu sehen. Herzlich willkommen!

Michael Klaiber

Vorübergehend – Kunst im Pfarrhaus. Baslerstrasse 222
Donnerstag, 16. April, 18 Uhr, Vernissage
Freitag, 17. und 24. April, 15 – 19 Uhr
Samstag, 18. und 25. April, 15 – 19 Uhr
Sonntag, 19. und 26. April, 11 – 17 Uhr
Donnerstag, 23. April, 15 – 19 Uhr